250 g Sauerrahm
350 g Ziegenfrischkäse
6 Blätter Gelatine
2 Bund Breitwegerich
1 Bund Giersch gehackt
1/2 Bund Rauke gehackt
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Wildkräuter in Salzwasser kurz blanchieren und gut abtropfen lassen. Mit den Breitwegerichblättern die Terrinenform auslegen (z.B. Kastenbackform mit 1 Liter Inhalt). Den Rest feingehackt in das Ziegenkäse-Sauerrahmgemisch.
Gelatine in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken. Den Sauerrahm dabei soweit erwärmen, dass sich die Gelatine darin verrühren läst. Anschließend mit dem Olivenöl dazugeben und die Masse mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. In Terrinenformen füllen. Die Terrine mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Dazu passt frisches Weißbrot.
100 g weißer Spargel, geschält, gewogen
100 g grüner Spargel, geschält, gewogen
1 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer, Zucker
6 Blatt Gelatine
100 g Schlagsahne
3 EL Rapsöl
1 El Essig und Zitrone
6 Erdbeeren, geputzt und fein gewürfel
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Schnittlauch, gehackt
etwas Brunnenkresse als Dekoration
Den geschälten weißen Spargel in kurze Stücke schneiden, genauso den geschälten grünen Spargel in kleine Stücke schneiden.
Die Schalen beider Spargelsorten in Wasser mit etwas Salz und einer Prise Zucker 1/2 Stunde auskochen. Die Schalen durch ein Sieb abgießen, den Fond dabei auffangen. Die weißen und die grünen Spargelstücke getrennt in dem Spargelfond weichkochen.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Spargelsorten abgießen und jeweils getrennt mit dem Pürier-Stab
pürieren. Noch heiß in jedes Püree die Hälfte der
ausgedrückten Gelatine rühren. Die Pürees durch ein Sieb streichen
und abschmecken, unter das grüne Püree gehackte
Petersilie ziehen. Die Schlagsahne steif schlagen. Sobald die Spargelpürees fest werden, jeweils die Hälfte der Schlagsahne unterziehen.
Kleine Tassen mit kaltem Wasser ausspülen und zuerst die weiße Masse einfüllen und glattstreichen, dann die grüne Masse und ebenfalls glattstreichen. Die Tassen auf die Arbeitsfläche aufstoßen, damit sich die Masse gut setzt. In den Kühlschrank stellen.
Für die Vinaigrette die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden,
in eine kleine Schüssel geben und mit Essig, Salz, Pfeffer und Zucker
verrühren. Das Öl und die in feine Würfel geschnittenen Erdbeeren unterrühren.
Die Spargelmousse mit einem spitzen Messer lösen, kurz in heißes Wasser tauchen und auf Teller stürzen. Die Vinaigrette mit einem Löffel drum herum verteilen. Mit etwas Kresse bestreuen und mit einem knusprigen Weißbrot servieren.
Honig-Spargelmousse
6 Stück weißer Spargel
3 Eidotter
60 g Zucker
2 EL Honig
1/8 l Frischmilch
1/2 Vanilleschote
3 Blatt Gelatine
180 g Schlagsahne
Rharbarbergrütze
200 g Rharbarber
4 cl Aperol
6 cl Weißwein
3 EL Honig
6 cl Holunder-Nektar
1 EL Speisestärke
Spargel schälen, das untere „holzige“ Ende entfernen, den Rest in Stücke schneiden, in Zuckerwasser weich kochen, abschütten und pürieren, Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Rhabarber abziehen, in daumenbreite Stücke schneiden und in ca. 1/4 l Wasser bissfest kochen. Aperol, Weißwein, Honig und Holunder-Nektar zugeben, aufkochen und mit der angerührten Stärke abbinden. Erneut aufkochen und abkühlen lassen. Eigelb, Zucker und Honig schaumig rühren, heiße Vanillemilch unter ständigem Rühren zugießen und über einem Wasserbad zu einer cremigen Konsistenz aufschlagen. Dann die ausgedrückte Gelatine zugeben, über Eiswasser kalt schlagen, jetzt die aufgeschlagene Sahne und das Spargelpüree unterheben und sofort in eine Schüssel abfüllen, 3-4 Stunden kalt stellen.
Grütze in Gläser verteilen, Nocken von der Spargelmousse abstechen und darauf setzen, mit Minze und Hippen-Gebäck ausgarnieren.
“Eviva Haferspanien”

Glaubt man den alten Erzählungen, so hatte der in Waldbröl und Windeck allseits bekannte Ritter Huhn maßgeblichen Anteil an der Bezeichnung “Haferspanien” für unsere Region. Als nämlich noch der “Zehnte Teil” an Kirche und Obrigkeit als Steuer abgegeben werden musste, schickte unser schlauer Ritter den Herrschaften jede Menge Haferbrot, splissig, fransig und nur schlecht genießbar. Der Hafer galt bei den reichen Leuten damals eher als Unkraut und wurde an die Pferde verfüttert. Für Mehl und somit zur Brotherstellung verwendete man vornehmlich Weizen und Roggen. Als man nun die “kläglichen Haferbrote” vorgesetzt bekam, war man sich einig, dass man den Menschen aus dem “armen Haferspanien” künftig weniger Steuern und nicht mehr den kompletten “Zehnten” abverlangen wolle. Ein Grund, warum Ritter Huhn uns auch heute noch in guter Erinnerung ist. Mittlerweile hat der Hafer auch einen ganz anderen Stellenwert in Sachen Ernährung – vor allem bei uns: In Haferspanien!
125 g Mehl (Typ 550) 2 Eier, getrennt
1 Tl Backpulver 300 ml Buttermilch
75 g Haferflocken 2 Elstar-Äpfel
2 EL Zucker Sonnenblumenöl zum Braten
1 Prise Zimt 125 g Joghurt mit frischen Früchten
1.) Das Mehl und das Backpulver in eine große Schüssel sieben, damit es ordentlich Sauerstoff aufnimmt. Haferflocken, Zimt und Zucker unterrühren. In die Mitte eine Mulde drücken, Eidotter und Buttermilch hineingeben, unterschlagen und eine feste Masse herstellen.
2.) Von den Äpfel das Kerngehäuse entfernen und sie dann grob unter die Masse reiben. Das Eiklar steifschlagen und ebenfalls unter die Masse heben.
3.) Eine große, schwere Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen. Das Öl in die Pfanne geben und einen gehäuften Eßlöffel Masse in die Pfanne geben, mit dem Löffelrücken so verteilen, dass ein 10 cm großer und ca. 5mm dicker Pfannkuchen daraus entsteht.
4.) Den Pfannkuchen ca. 3 Minuten von jeder Seite garen und in den vorgewärmtzen Backofen bei 50-70° C warmstellen, bis alle Pfannekuchen fertig sind. Bei Bedarf immer wieder etwas Öl in die Pfanne geben.
5.) Die fertigen Hafer-Pfannekuchen mit Joghurt und frischen Früchten servieren
Da hätten bestimmt auch die alten Rittersleut’ ihre Freude dran gehabt
!
Von Michael Fenstermacher
Der erste Frühstückstag des Hollenberg-Gymnasiums zeigte den Schülern, was zu einer gesunden Mahlzeit gehört. Ausgerufen wurde der Tag von der Waldbröler Initiative. Den Schülern hat es geschmeckt.
Bunt, gesund und vitaminreich: In den Butterbrotdosen von Felix Orthen und Jule Trapp und ihren Klassenkameraden am Hollenberg-Gymnasium sorgten Obst und Gemüse für Farbtupfer.
„Sonst holen wir uns meistens was am Kiosk“, gaben Katharina und Gina zu. Beim Frühstückstag aber ging es darum, selber möglichst gesunde Sachen für den Start in den Tag einzupacken.
Ob sich die Schüler daran auch gehalten haben, überprüften die Initiatoren Irmgard Kahlau-Müller, Daniela Sauer-Horstmann und Eckhard Becker gestern persönlich in allen weiterführenden Schulen. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Peter Koester und dem Koch Uwe Steiniger, der den Inhalt der Butterbrotdosen gleich einer ernährungsphysiologischen Bewertung unterzog.
„Mit Vollkornbrot habt ihr länger Kraftstoff im Tank als mit Weißbrot“ lobte er die Wahl der meisten Schüler. Kein gutes Haar ließ er dagegen an der beliebten Nuss-Nugat-Creme, auf die aber auch fast alle verzichtet hatten: „Das besteht fast nur aus Streichfett und Zucker.“
“Das Gelbe vom Ei,
ein gutes Frühstück!”
50 Euro zahlte die Initiative vorab an jede teilnehmende Klasse. Während am Gymnasium damit die Klassenkassen gefüllt wurden, nutzte Margot Stewes, Hauswirtschafterin an der Hauptschule, das Geld, um für ein gemeinsames Frühstücksbüfett einzukaufen. Schnittlauchquark, Obstsalat und Rohkostplatten bereiteten die Fünftklässler selber in der Lehrküche zu. „Selbst heute musste ich noch einigen Schüler Chipstüten wegnehmen. Die sind nämlich morgens tabu“, machte Klassenlehrerin Annelie Lalla deutlich, dass gesunde Ernährung in einigen Familien noch immer ein Fremdwort ist.
Demgegenüber die Bedeutung des Frühstücks als wichtigste Mahlzeit des Tages hervorzuheben und die Eltern einzubeziehen, ist das nachhaltige Ziel der Waldbröler Initiative, die von Hedwig Neven-Dumont finanziell unterstützt wird. „Die Idee ist, dass gemeinsame Frühstück in der ersten oder zweiten Schulstunde zur dauerhaften Einrichtung zu machen“, erklärte Irmgard Kahlau-Müller.