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Himmel unn Ääd

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Hör mal, die Grillen!


Grill-DM-0363-150x150 in Himmel unn ÄädIch gestehe, ich grille gern! Die Crux: Mein köchliches Herz gibt sich gespalten. Während Küchen Romantik versprühen, hustet ein Grill lediglich Funken. Klar, dass gerade den Manne ein archetypisches Gefühl durchströmt, wenn er am Feuerfass steht. Rohes Fleisch auf züngelnden Flammen zuzubereiten, bedeutet ihm mehr als Essenzen zu ziehen und Farcen herzustellen. Dekore und Verzierungen gehen ihm dabei vollends ab. Brandmuster, von glühenden Stäben ins Protein gebrannt, sind seine Ornamente. Was dem Koch ein Coq au Vin, ist dem Griller das „Drunken Chicken“. Ein junger Kapaun, gegart in herrlichem Schmorsud mit allerlei Wurzelgemüsen und einer Flasche Château de Haute-Serre, wehrt sich im Sommer vergeblich gegen einen Tiefkühl-Broiler. Diesem wird eine Dose Bier rektal eingeführt, deren Flüssigkeit wird vorab eigenhändig geleert und durch Rosmarinzweige und Knoblauchzehen ersetzt. Falschrum gekrönt wird so das Hähnchen dem Feuer übergeben. Die Damenwelt nimmt solche Garmethoden in Kauf, bedenkt sie, dass der selbe Kerl, der jetzt mit Zangen und Messern bewaffnet, die Familie mit Nahrung versorgt, im Winter nicht einmal Kartoffeln schälen kann. Sonst kaum in der Lage kundzutun, ob Wirsing oder Blumenkohl den Teller flankieren soll , selektiert er nun verschiedenste Saucen und Marinaden professionell. Es gibt auch Jungs am Smoker, die eine gekonnte Liaison aus Grobmotorik und Feingebäck bieten. Kochende Leidenschaft aber, die gibt es nur in der Küche. Auf das in Glückseligkeit getränkte Zuhauchen einer frischverliebten Dame bei Sonnenuntergang, „hör mal, die Grillen“, würde ein Koch niemals „wo? Ich riech nichts!“ antworten. Er muss im Gegensatz zum glutliebenden Unpoet abends nämlich immer arbeiten. Auch irgendwie uncool, oder?!

Sommerfrisch: Apfelküchle

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…als Dessert oder zum Kaffee!

Für vier Personen:

250 g Mehl, 1 Prise Salz, 2 Esslöffel Sonnenblumenöl, 2 Eier, 1/4 l Milch, 4 Braeburn-Äpfel, 150 g Zucker, 1 Esslöffel Zimt, sowie ca. 1000 g Frittierfett.

Das Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Kuhle formen, eine Prise Salz und die beiden Eier hineingeben. Das Ganze gut zu einem Teig vermengen, anschließend die Milch und das Öl hinzugeben, durchmischen und den glatten Teig nun 45 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Derweil die Braeburn-Äpfel schälen und vom Kerngehäuse befreien. Gleichgroße Scheiben daraus schneiden, im Zimt und Zucker wälzen. Die Scheiben jetzt im Teig tunken und sofort im ca. 160°C heißen Fettbad frittieren. Die gegarten Apfelküchle gut abtropfen lassen, auf ein Backblech legen und erneut mit Zimt und Zucker bestreuen. Den Backofen auf Grillfunktion stellen und die Küchle vorsichtig karamellisieren. Bestenfalls werden sie nun warm serviert.


Apfel-300x214 in Sommerfrisch: Apfelküchle  

                          Hmmmm, lecker!

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